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Ngurduto Crater hike_Wanderung

Neue Aktivität auf Hatari

Ngurdoto Krater Wanderung

Der sogenannte „kleine Ngorongoro“ Krater öffnet sich dem Besucher dieses herrlichen Teils des Arusha Nationalparks wie eine gestrandete Arche Noah im Urwald. Der im Durchmesser etwa 2,5 km große Ngurdoto Krater ist über eine kurvenreiche und steile Bergstrecke zu erreichen. Am Kraterrand fällt der Blick zwischen Baumriesen, Lianen und Würgefeigen auf den etwa 200 Meter tiefer liegenden Kraterboden und den hier, je nach Jahreszeit, versammelten Tierarten. Über die Hälfte des Kraterbodens bildet ein saisonaler Sumpf. Eine Savanne mit Wasserlöchern schließt sich an und verschmilzt mit dem bewaldeten Westteil des Kraters.

“Und so war es denn geschehen, nachts, als es stockfinster war und sie neben der Glut des Feuers auf dem Boden geschlafen hatten, ganz zärtlich aneinander geschmiegt. Als Erstes hatte er Saidas
Röcheln gehört, hatte gedacht, dass sie sich liebestrunken im Traum nach ihm sehne, mit ihm spreche. Dann war da dieser heiße Atem über seinem Gesicht gewesen, dieser Schmerz, als fingerlange
Fangzähne sich in seinen Hals und sein Gesicht gruben. Es knirschte, als der Unterkiefer brach. Nur Bruchteile von Sekunden hatte er seine Augen geöffnet und schemenhaft etwas sehr Großes, Schwarzes mit
bernsteinfarbenen Augen erkannt…”

Von Gurumico berichtet dieser kurze Passus, sagenumwobene  Gestalt unter den Meru und den Maasai, der Legende nach im  Ngurdoto Krater umherziehend. Doch keine Angst, auch wenn unsere Gäste seit über hundert Jahren die ersten Menschen sind, denen es  seitens der Nationalparkverwaltung exklusiv gestattet ist, in den Krater  hinabzusteigen, ein Ranger wird uns auf unserer Wanderung  begleiten. Die Sage um Gurumico, den selbst die Moran – Krieger der Maasai fürchten, ist nur eine Geschichte von vielen, die sich um den  Krater ranken. Margarete Trappe, die weisse Jägerin und Eignerin der  Trappe – Farm im Gebiet des heutigen Arusha Nationalpark,  entdeckte einst dieses verwunschene Kleinod, nachdem sie den  riesigen Spuren eines Elefanten gefolgt war. Beim Anblick des imposanten Riesen brachte sie es nicht übers Herz ihn zu töten und  wurde stattdessen mit dem sich vor ihr eröffnenden Kratergrund  belohnt.

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Kraterrand und treffen auf einen Ranger, der unsere Wanderung begleiten wird. Durch dichtes Grün steigen wir hinab in eine Landschaft aus Sümpfen und Moor. Plőtzlich őffnet sich der Blick und vor unserem Auge präsentiert sich die Weite des Kraters mit seinen Binnenseen. Büffel und Warzenschweine tummeln sich hier und mit etwas Glück begegnen wir Babu, ein von weit her gewanderter Elefantenbulle, der solitär den Krater durchquert und hier in Ruhe seinen Lebensabend verbringt.

Diese Wanderung hat einen Aufpreis zur geführten Jeepfahrt um den Krater herum.