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Maasai_Mode_fashion_MamaMomella

Die Projekte der Momella Foundation

Die Stiftung ist eine Non-Profit-Organisation, die in der Region Momella mehrere Programme zur nachhaltigen Entwicklung ins Leben gerufen hat und künftig weiter ausbauen wird. Der Schwerpunkt unserer Bemühungen liegt in den Bereichen Bildung und Existenzgründung, Energie und Umwelt, Wild- und Naturschutz, Permakultur und der Stärkung von Frauen. Die Stiftung arbeitet eng zusammen mit dem Momella-Dorfrat, mit dem Projekt nahestehenden Beratern und internationalen Partnern. Langjährige Erfahrungen in der internationalen Entwicklungsarbeit haben gezeigt, dass eine nachhaltige Tragfähigkeit aller Projekte nur durch direkte Partizipation der Bevölkerung und klare individuelle Erfolge realisierbar sind. Dieses Prinzip der Teilhabe und nicht der Doktrin ist Handlungsleitsatz der MomellaFoundation. Momella bedeutet in der Sprache der Maasai “Strahlen” oder “Glänzen”. Durch die erfolgreiche Umsetzung unserer Projekte wollen wir eine positive Entwicklung der Region anstoßen, die sich mit Stolz Momella nennen darf.


MamaMomella

Einheimische Frauen verdienen ihr eigenes Geld bzw. tragen zum familiären Einkommen bei, indem sie nähen, sticken und wertvolle Textilien schaffen. Zusätzlich stärkt diese neue Unabhängigkeit das Selbstvertrauen der Frauen und stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung gleicher Rechte für Frauen dar. 2011 hatte die erste Mama Momella Kollektion auf dem Laufsteg in Arusha Premiere. Im November 2011 eröffnete der Mama Momella Shop auf dem Gelände der Hatari Lodge. Die Frauen kreieren an traditionell afrikanischen Mustern und Formen orientierte Textilien, ergänzt und inspiriert durch internationale Fashion Trends. Die Kollektion von MamaMomella war 2012 auf der Fashion Week in Dar es Salaam ein voller Erfolg. Der Fotograf Karl Kläy und sein Team aus der Schweiz haben uns im Juni besucht um zwei Models in einigen Outfits auf Hatari und in Shu’mata abzulichten. Unterstützt wurden sie dabei vom einheimischen Model Letti aus Arusha. Alle arbeiteten unentgeltlich, um die Männer und Frauen der Schneiderei von MamaMomella zu unterstützen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Höhepunkt, und eine besondere Wertschätzung ihrer Arbeit, war ein Besuch im Dorf bei den Stickerinnen zu Hause, die in filigraner Kleinarbeit die Mode verschönern. Dieses Jahr hat Marlies Gabriel, inspiriert durch „Tania Blixen“, ihre neuste Kollektion an der Maridadi vorgeführt. Dabei machte sie durch die „Elfenbein-Kollektion“ auf das Wildereiproblem aufmerksam, durch den ein Großteil der internationalen Terrororganisationen finanziert wird. Dadurch wiederum wird die Gewalt allgemein, vor allem auch die häusliche Gewalt, gefördert. Die „Elfenbein-Kollektion“ soll zeigen, dass man kein Elfenbein braucht, um sich mit Schmuck und Accessoires chic und modisch zu kleiden. Ein modischer Aufruf, den Handel entgültig zu verbieten! Seit 2007 ist das Mama Momella Projekt stetig gewachsen. Im Moment beschäftigt das Projekt 5 Schneider und 30 Frauen, deren Selbstbewusstsein durch den Erfolg ihrer Arbeit erheblich gestiegen ist. Um Nachhaltigkeit zu garantieren ist eine Verbesserung der Werkstaetten notwendig. Im Moment befindet sich der Arbeitsraum auf dem Gelände der Hatari Lodge, was jedoch nicht ideal ist, weil er wenig Platz und Wärme an kalten Tagen bietet. Die Stromversorgung kommt vom Generator, weshalb nicht den ganzen Tag Strom verfügbar ist. Das hat zur Folge, dass die Produktion eingeschränkt ist und das Projekt unter den Einschränkungen leidet.


Sparkling Elephant Projekt „Mwalimu“

Das Debüt von „Mwalimu“ und des Sparkling Elephant-Projekts auf der Karibu Messe im Juni in Arusha war ein voller Erfolg. „Mwalimu“, ein lebensgrosser Elefant aus Drahtgeflecht und Betonrippenstahl, hat hunderte neugierige Leute angezogen. Das Sparkling Elephant-Projekt ist bereits in aller Munde und wir sind sehr erfreut, dass unsere Idee mit der Elephantenskulptur den Schutz der Elefanten zu unterstützen, so viel Aufmerksamkeit in den Medien findet. TV- Sender, Journalisten und Organisationen haben uns kontaktiert und möchten über das Projekt berichten. Das Sparkling Elephant-Projekt wurde kreiert um mehr Bewusstsein für die bedrohte Tierwelt und das verschwindende Ökosystem zu schaffen und um den tansanischen Schülern zu ermöglichen, sich kreativ auszudrücken. “Mwalimu”, was “Lehrer” auf Kisuaheli bedeutet, hat seinen glitzernen Mantel aus 70.000 funkelnden Recycling-Glasperlen umgelegt bekommt. Jede einzelne davon repräsentiert einen noch lebenden Elefanten in Tansania. Das Glas symbolisiert Zerbrechlichkeit – Zerbrechlichkeit des Lebens, der Elefantenpopulation und der sensiblen Balance unseres Ökosystems. Früh am Morgen des 04. Oktober 2013 versammelte sich eine grosse Menschenmenge beim Cultural Heritage Centre um sich auf den “Marsch für Elefanten”, der international an diesem Tag in vielen großen Städten wie New York, London oder München stattfand, vorzubereiten. Der Minister für Tourismus und Umwelt, Schulklassen, Ranger, Einheimische, Touristen und Freiwillige wurden mit Bannern, T-Shirts, Masken, Stickern und Schildern ausstaffiert. Einer nach dem andern reihte sich in die Gruppe ein und marschierte vom Cultural Heritage bis zum AICC Kijenge. Die Straßen waren gesäumt mit Zuschauern. Alle hatten viel Spaß an der friedlichen Demonstration durch die Stadt. Trommler und Tänzer verliehen dem Marsch eine lockere Atmosphäre, der trotzdem die Ernsthaftikeit des Themas fokusierte. Inmitten der ganzen Veranstaltung bahnte sich „Mwalimu“ seinen Weg und zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Jung und Alt waren fasziniert von den glitzernden Perlen. Kinder riefen ihre Parolen und alle zeigten viel Respekt und Zuneigung gegenüber dem grössten Landsäugetier. Wir sind stolz sagen zu können, dass der Event ein riesiger Erfolg war. „Mwalimu“ hat nun seinen Platz in der Cultural Heritage Gallery eingenommen um weiterhin das Bewusstsein der Leute für die Bekämpfung der Wilderei zu erwecken. Desweitern sollen sie darüber informiert werden, was sie selber dazu beitragen können, um die Tierwelt in Afrika zu schützen. Es werden Informationstafeln aufgestellt um die Aufmerksamkeit der Leute zu erwecken. Ausserdem sind weitere Tiere, wie ein Löwe und ein Nashorn, in Planung. Sie sollen genau wie „Mwalimu“ mit Perlen dekoriert werde und schliesslich ihre Posten an Nationalpark-Einfahrten beziehen.


Unser provokatives T-Shirt für den Schutz der Elefanten

PrintUm weitere Spenden für die recycelten Glasperlen zu generieren, haben wir eine provokative Tshirt – Linie entworfen, die das Sparkling Elephant Projekt unterstützt: Mit einer Tshirtbestellung tragen Sie die Nachricht in die ganze Welt – setzt das Leben der Elefanten nicht für Elfenbeinschnitzereien auf’s Spiel! Wir hoffen, dass die Leute sich nach Ihnen umdrehen und anfangen nachzudenken…. Bestellungen über den deutschen Verein Rettet die Elefanten Afrikas e.V. (www.reaev.de/shop) oder in der Hatari Boutique.


Lecture_Richard_Bonham_Big_Life_Foundation

Big Life Foundation

Immer wieder organisieren wir gern einen Vortrag an der kenianischen Grenze mit Richard Bonham und seinem Team. Gemeinsam wird über Konflikte zwischen den Menschen und der Umwelt gesprochen, sowie über Projekte, die beide schützen sollen – die Maasai und die Tiere. Geniessen Sie ein Gespräch im Busch. 280 US$ p.P. (davon gehen 250 US$ Spende an die Big Life Foundation, die übrigen 30 US$ sind für die Transportkosten und Auslagen der Momella Foundation) Für folgendes werden Ihre Spenden eingesetzt:

  • Eine versteckte Videokamera um Einsätze und Verhaftungen zu filmen und die Aufnahmen als Beweismittel verwenden zu kőnnen
  • Einen Monatslohn und Unterhaltskosten für einen Ranger, sowie für dessen Ausrüstung (z.B. Rucksack, GPS, Uniform, Schlafsack…)
  • Damit das Super Cub Flugzeug der Big Life Foundation in Kenia fliegen kann, um Tiere zu überwachen und Wildererangriffe zu bemerken
  • Ein tragbares Funkgerät, damit die Ranger untereinander kommunizieren können, während sie auf der Patrouille sind
  • Benzin fuer die Patrouillenautos
  • Das Aufrechterhalten eines Informationsnetzes in beiden Ländern
  • Eine kleine Zelteinheit, damit die Ranger auch weit weg von den Rangerposten Präsenz zeigen können
  • Ein Jahresgehalt und Training einer Anti-Wilderei-Einheit mit 8 Leuten, alle ausgestattet mit Equipment, tragbarem Funkgerät, Uniform, Fernglas, GPS und Kameras

Big Cat Guardians

„Gut gebrüllt, Löwe!“ Wie lange noch werden Löwen brüllen? In 26 Ländern ist der Löwe bereits ausgerottet. Im ersten Newsletter 2013 haben wir noch hoffnungsvoll beschrieben, dass in Kooperation mit dem ‚Big Cat Guardians Project‘ ausgebildete Maasai in der Maasai- Steppe die Löwen schützen. Leider aber werden die Big Cat Guardians aus dem tansanischen Korridor des Amboseli-Gebietes gezielt vertrieben. Entsetzt suchten wir fieberhaft nach einem adäquaten Ersatz. In einem neuen Projekt wurde beschlossen den Lebensraum der Maasai zu schützen und den Fortbestand der Löwen zu sichern. Zwei wichtige Säulen des Projektes sind der Schutz der Maasai Bomas mittels einer nächtlichen Ausleuchtung, die die Großkatzen vor Überfällen auf die Bomas abhält, sowie ein Kompensationsmechanismus, der finanzielle Hilfe leistet im Falle des Verlustes eines Herdentieres durch einen Löwenangriff. Dabei wird der volle Preis erstattet, falls alle Vorsichtsmassnahmen getroffen worden sind. Falls das Tier im Busch verloren oder vergessen wurde, wird lediglich 50% ausbezahlt und im Falle einer schlechten Boma gar nur 30%. Dadurch werden die Maasai dazu angehalten, möglichst gut auf ihr Vieh achtzugeben. Mit Solarlampen und lebenden Zäunen werden die Bomas, die Wohnsiedlungen der Maasai, gesichert, um die Löwen davon abzuhalten, die Tiere der Maasai, in der Regel Kühe und Ziegen, zu reißen. Lebende Zäune bestehen aus Myrrhe-Bäumen, die besonders schnell und dicht wachsen und nie ausgewechselt werden müssen. Um das Projekt erfolgreich realisieren zu können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Ein lebender Zaun birgt einmalige Kosten und muss nicht erneuert werden. Die Solarlampen haben sich in Testphasen als sehr effektiv erwiesen. Auch die Zerstörungsgefahr ist sehr gering. Mit diesen umweltfreundlichen und einzigartigen Methoden wird man beiden gerecht – den Maasai und den Wildtieren.

Myrrhe-Zaun einmalig USD 500 Solarlampen-Installation fuer eine Boma USD 300
Keine Abzüge Im Busch verloren Mangelhafte Boma
Kuh USD 375 USD 187 USD 112
Esel USD 125 USD 62 USD 37
Ziege USD 75 USD 37 USD 22

Watoto Momella

Trotz verschiedener Bemühungen, das Niveau staatlicher Bildungsstätten zu erhöhen, leidet Tansania an einem chronischen Mangel an kostenlosen, qualitativ hochwertigen und allen Bürgern frei zugänglichen Bildungsmöglichkeiten. Dies trifft vor allem ländliche Gebiete sehr hart, wie zum Beispiel die Momella-Region. Der Mangel an finanziellen Mitteln erlaubt nur 50% der Schüler den Grundschulabschluss und weniger als 3% beenden eine höhere Schule. WatotoMomella gibt den Kindern von Momella die ansonsten sehr unwahrscheinliche Möglichkeit, sich an den besten Bildungsstätten der Gegend auszuzeichnen. Auf diese Weise wollen wir die Gemeinde stärken, indem wir die zukünftigen Führungspersönlichkeiten von Momella fördern. Wir wollen nicht nur einen hohen Bildungsstand anbieten, von dem die Kinder profitieren können. Es ist uns ebenso wichtig, dass die Kinder das moralische Prinzip der Sache begreifen, nämlich dass die leichteste Lösung nicht immer die richtige ist. Die WatotoMomella-Vorschule wurde am 29. August 2009 für das Dorf eröffnet. Seit der Eröffnung konnten die Kinder ein Klassenzimmer voll von Leben und Lachen genießen und eine geistige Offenheit entwickeln, die beständige Ermutigungen und Zeit benötigt. WatotoMomella benutzte den Lehrplan, der den Lehren Maria Montessoris folgt. Die Ausstattung dafür erhielten wir durch großzügige Spenden. Nach der Preschool hatten die Kinder die Möglichkeit die weiterführende Ngorika Schule zu besuchen. Durch die Fusionierung mit der Nariva Academy sind wir noch einen Schritt weiter gekommen. Denn schlussendlich muss es das Ziel sein, die Verantwortung wieder in tansanische Hände zu legen. Die Nariva Academy wurde von einem Tansanier gegründet und durch Tansanier geführt. Die Kinder kriegen damit eine einmalige Chance, eine hervorragende Schulbildung in einer Schule zu bekommen, die durch Einheimische geleitet wird. Das ist die erste Bewegung in die Unabhängikeit, in die Selbständigkeit und in die Nachhaltigkeit. Somit wächst eine ganze Generation auf, die später wiederum den Kleinen einen guten Start ins Leben bieten können. Nun gehen die Schüler von der WatotoMomella Preschool und von Ngorika auf dieselbe Schule. Derzeit werden 51 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren in der Nariva Academy unterrichtet. Die Kinder stammen allesamt aus Momella, dem kleinen Dorf am Rande des Arusha Nationalpark. Viele der Kinder sind Kinder der Angestellten der Hatari Lodge. Diese haben die erste Priorität zur Aufnahme in das WatotoMomella Patenprogramm. Darüber hinaus genießen Waisenkinder bevorzugte Aufnahme in unserer Schule. Damit zielen wir auf ein gesamtumspannendes soziales und ökonomisches Netz von der Ausbildung bis zur Beschäftigung derer, die in Momella, dem Standort der Hatari Lodge, heimisch sind. Möchten Sie unsere Bemühungen zum Schutz der Fauna und Flora Tansanias und der nachhaltigen Lebensverbesserung der einheimischen Bevölkerung unterstützen? Jeder Beitrag, in Form von Geld- oder Materialspenden hilft, unsere Projekte Stück für Stück auf den Weg zu bringen, sowie die Menschen hier mit dem Wissen und den Mitteln auszurüsten für ein dauerhaft unabhängiges Leben. Bitte kontaktieren Sie uns. Wir senden Ihnen auf Wunsch ausführlichere Informationen inklusive einer aktuellen Bedarfsliste der einzelnen Projekte zu: support@momellafoundation.com